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Presse

Caritas ist aufmerksame Freundin des Lebens

Verbandstiftung verleiht Pauline-von-Mallinckrodt-Preis an ein Generationenprojekt

Paderborn (ag).  Lange wurden die über 200 Gäste während der Verleihung des diesjährigen Pauline-von-Mallinckrodt-Preises beim Caritas-Tag zu Libori auf die Folter gespannt, doch dann lüftete der Vorsitzende des Stiftungskuratoriums Weihbischof Manfred Grothe dann doch das Geheimnis – und Gertraud Schulte durfte nach vorne zur Bühne marschieren.

Sie vertrat das Siegerprojekt „Generationen Hand in Hand“ des Caritasverband Olpe und des Diakonischen Werkes Lüdenscheid/Plettenberg und freute sich über den mit 5.000 Euro dotierten Preis. In dem Projekt helfen zur Zeit 23 ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger längerfristig und kontinuierlich 25 Kindern und Jugendlichen in prekären Lebenslagen. Das Projekt war ursprünglich im Jahr 1994 als Oma-Hilfsdienst ins Leben gerufen worden. „Wir würdigen heute die Initiatoren für einen nicht austauschbaren Lebensraum und ein Beziehungsgefüge“, so Grothe. Unter den 13 eingereichten Projekten waren auch zwei aus dem Kreis Paderborn. Im Projekt „Miteinander Hand in Hand“ sollen Senioren im Stadtteil vor Vereinsamung geschützt und Begegnungen mit Bewohnern des Altenheims St.-Elisabeth ermöglicht werden. Im Projekt „Eule“ in Büren und Paderborn sowie in Lippe und Gütersloh unterrichten Schüler Senioren. Weihbischof Grothe, der zum Auftakt im Hohen Dom ein Pontifikalamt zelebriert hatte, lobte die Wettbewerbs-Projekte. „Sie alle legen uns auf wundervolle Art und Weise nahe, Menschen zu entdecken und aufeinander zuzugehen. Überall wird die Erfahrung von Senioren gebraucht und geht es um das Miteinander von Alt und Jung.“ Der Wettbewerb stand in diesem Jahr unter dem Motto „Experten fürs Leben“ – so heißt die Jahreskampagne des Caritasverbandes. Die Preisträgerin des ökumenischen Predigtpreises 2008 Vera Krause brach in ihrem Referat eine Lanze für die ältere Generation. Sie brächten eine Fülle von Erfahrungen mit, die unbezahlbar und unersetzlich seien. „Ältere Menschen haben viel zu berichten und müssen nichts mehr beweisen“, so die Theologin. Die Caritas bezeichnete sie in diesem Zusammenhang als „aufmerksame Freundin des Lebens“. „Ohne die Caritas sehe die Welt düsterer aus“, betonte Krause. Rund 1.000 Haupt- und Ehrenamtliche aus Pfarrgemeinden und caritativen Einrichtungen machten den Caritas-Tag auf dem Gelände der Michaelsschule zu einem Fest der Begegnung. Ex-Zehnkampfweltrekordhalter Kurt Bendlin diskutierte unter anderem mit Prälat Franz Hochstein über gelingendes Altwerden. Dazu gab es Live-Musik, Kabarett und Pantomime. Gut kam auch die selbstgemachte Marmelade aus 16 katholischen Altenheimen im Bistum an. Dafür hatten die Bewohner zum Teil alte Rezepte herausgekramt. Der seit vier Jahren von der Caritas-Stiftung ausgelobte Preis ging noch nicht in den Kreis Paderborn. Im kommenden Jahr könnte sich das ändern. Dann werden Projekte rund um die Behindertenhilfe bewertet – und da gibt es viele Kandidaten.

Quelle: http://www.nw-news.de/lokale_news/paderborn/?em_cnt=3681647&em_loc=163

Freiwillig engagiert – aber mit Köpfchen!

Projekt EULE gestaltet Workshop auf der Fachtagung Service Learning 2010

In vier verschiedenen Workshops stellten erfahrene Praktiker ihre Projekte vor, um Anregungen für eigene Projekte zu geben. In einem dieser Workshops wurde das Projekt EULE des Ludwig-Erhard- Berufskollegs in Paderborn durch beteiligte Akteure selbst vorgestellt. So erläuterte Udo Hoischen, Lehrer am Ludwig-Erhard-Berufskolleg Paderborn, zunächst die einzelnen Projektphasen, von der Projektidee und den Zielsetzungen über die Planungen bis hin zur Verwirklichung des Projektes im Januar 2008 am Schulort Büren. Es folgten ein Einblick in die unterrichtliche Arbeit der sogenannten Schüler-Lehrer in den einzelnen Kursen für die Generation „Ü 55“ und ein Überblick über durchgeführte gemeinsame Exkursionen.

Die Kernfrage der Initiative „Was kannst Du gut, was anderen nützt?“ beantworten Schülerinnen und Schüler verschiedener Schulformen und -stufen mit Ideen und Projekten, die in keinem Lehrbuch zu finden sind. So setzen sich Schülerinnen und Schüler aus der Schule heraus für Andere und die Gemeinschaft ein und sammeln auf diesem Weg neue Erfahrungen, die sie wiederum in den Unterricht einbringen können. Der Würdigung der ehrenamtlichen Tätigkeit wurde ebenfalls ein großes Gewicht verliehen. So wurde auf die Auszeichnung der Bürgerstiftung Büren „Bürens Beste 2008!“ hingewiesen sowie das eigens entwickelte EULE-Zertifikat vorgestellt. Auf Grund des großen Erfolges wird dieses generationsverbindende Projekt seit Februar 2009 auch am Schulort in Paderborn durchgeführt. Die Schüler-Lehrerinnen Lisa Höwekenmeier und Johanna Lünne aus der Jahrgangsstufe 11 des Wirtschaftsgymnasiums berichteten über ihre Arbeit in den Computerkursen und betonten dabei insbesondere die angenehme und freundliche Zusammenarbeit mit ihren Senioren-Schülern. Die Senioren-Schülerin Anna Kesselmeyer und ihr Mann Heinz-Helmut Kesselmeyer erläuterten ihre Beweggründe zur Teilnahme an den Kursen „Computer für Anfänger“ bzw. „Computer für Fortgeschrittene“ und stellten die überaus motivierte und engagierte Arbeit „ihrer“ Junglehrerinnen und -lehrer heraus. Alle Beteiligten des Projektes EULE standen den etwa 55 Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Workshops im Anschluss Rede und Antwort. In abschließenden persönlichen Gesprächen mit Teilnehmern der Fachtagung wurde sowohl dem Engagement der Schülerinnen und Schüler des Ludwig-Erhard-Berufskollegs als auch der Arbeit der Betreuungsteams hohe Anerkennung gezollt. Die Service Learning-Initiative lud bereits zu ihrer zweiten landesweiten Fachtagung in die WGZ BANK in Düsseldorf ein. Das Interesse war dermaßen groß, dass schon einige Woche vor Beginn der Tagung die Besucherkapazität von 220 Interessierten ausgeschöpft war.

Anna Kesselmeyer, Lisa Höwekenmeier, Johanna Lünne und Heinz-Helmut Kesselmeyer,
01.07.2010, Foyer WGZ BANK Düsseldorf

„500 Tage Projekt EULE“ am Ludwig-Erhard-Berufskolleg Paderborn

Im Rahmen des EULE-Sommerfestes am 24. Juni 2010 wurden sowohl Seniorenschüler als auch Schülerlehrer gebeten, ihre Eindrücke und Erfahrungen zu „500 Tage Projekt EULE“ am Ludwig-Erhard-Berufskolleg in Paderborn auf einem Plakat niederzuschreiben.

Zitate Seniorenschüler/innen:

„Ich habe sehr viel gelernt!“

„Englisch lernen mit EULE macht einfach Spaß.“

„Ein lobenswertes Projekt. Motiviert zum Weitermachen.“

„Wir haben viel gelernt. Vielen Dank für die Einsatzfreude der jungen Leute.“

„Eine schöne Zeit.“

„Viel gelernt von den Jüngeren – und danke für die Geduld!!!“

„Ich fühle mich jünger unter den Jungen.“

„Dank der EULE hat sich für uns Senioren ein ´neues Fenster` aufgetan!“

„Nuestras profesoras son fenomenales!!“   [deutsch: „Unsere Lehrerinnen sind großartig!!“]

„Ein Mensch, der immer sich bemüht, sieht EULE und ist voll ´erglüht` … “

Zitate Schülerlehrer/innen:

„Auch wir Schüler-Lehrer haben etwas von den Älteren gelernt.“

„Es hat uns sehr viel Spaß gemacht! Nicht nur die Senioren-Schüler haben etwas gelernt!“

„Es war schön mit einer älteren Generation zusammen zu arbeiten.“

„Gute Schüler. Gutes Lernklima.“

„EULE es muy bien!“   [deutsch: „EULE ist sehr gut!“]

Ewig jung

EULE besucht die Kammerspiele

54 Teilnehmer der EULE-Projekte Büren und Paderborn besuchten eine Aufführung der Kammerspiele Paderborn und erlebten eine Seniorenresidenz mit sehr fidelen Heimbewohnern. Die Darsteller glänzten durch schauspielerische und besonders auch durch gesangliche Darbietungen, auch wenn die Sprüche zuweilen etwas unter die Gürtellinie gingen. In den 105 Minuten Spielzeit wurden insgesamt 15 Songs von Interpreten wie Elton John, Abba, Peter Maffay oder AC/DC zum Besten gegeben. Den Abschluss der Aufführung bildete das unvermeidliche „Forever Young“.

Quelle: https://www.lebk.de

Abschiedsfeier mit Übergabe der EULE-Zertifikate an Schülerlehrer/innen des „1. EULE-Jahrganges“

Exakt 50 Wochen nach dem Beginn des EULE-Projektes in Paderborn fand am 28. Januar 2010 im Altenzentrum St. Veronika an der Husener Straße in Paderborn eine kleine Abschiedsfeier für die engagierten Schülerinnen und Schüler des ersten EULE-Jahrganges statt.

Nach einem kleinen Sektempfang wurde den Schülerinnen und Schülern für ihren Einsatz beim EULE-Projekt gedankt und ihnen ein eigens entworfenes EULE-Zertifikat ausgehändigt, welches sowohl vom Schulleiter des Ludwig-Erhard-Berufskollegs als auch vom Geschäftsführer des Caritasverbandes Paderborn e.V. unterschrieben wurde.

Im Anschluss an ein gemeinsames Abendessen bedankten sich – stellvertretend für das gesamte Schülerlehrerteam – die Schülerinnen Birte Boysen und Jessica Gaik bei den Senioren und hoben besonders das freundschaftliche Miteinander sowie ihre schnelle Auffassungsgabe hervor.

Gruppenfoto mit Seniorenschüler/innen, Schülerlehrer/innen und dem Betreuungsteam,
Altenzentrum St. Veronika Paderborn

Engagement macht stark!

LEBK beteiligt sich an bundesweiter Aktionswoche

Das Ludwig-Erhard-Berufskolleg beteiligt sich an der bundesweiten Aktionswoche des bürgerschaftlichen Engagements vom 2.-11. Oktober 2009. Im Einklang mit dem diesjährigen Schwerpunktthema der Aktionswoche „Engagement von Jung und Alt“ bieten Schülerinnen und Schüler aus unterschiedlichen Bildungsgängen der Schule kostenlose Kurse für Senioren zu folgenden Bereichen an: Computer für Anfänger und Fortgeschrittene, Englisch, Russisch (nur in Büren), Umgang mit dem eigenen Handy (nur in Paderborn). Weitere Kurse sind bei entsprechender Nachfrage möglich.

Quelle: https://www.lebk.de

Organisationen stellen sich vor

Stammtisch ehrenamtliches Bürger-Engagement

Paderborn (NW).  Der „Marktplatz“ für Bürger-Engagement lädt alle Interessierten zum Stammtisch ein für Donnerstag, 24. September, um 18 Uhr im Restaurant Libori-Eck, Liboristr. 5. Im Mittelpunkt steht unter anderem die Vorstellung von drei Paderborner Organisationen bzw. deren Projekte:

Der Verein „Monolith“ hat die Integration der im Kreis Paderborn ansässigen Aussiedler und anderer Migranten zum Ziel.

Beim generationsverbindenden Projekt Eule am Ludwig-Erhard-Berufskolleg in Paderborn geben die Schüler älteren Mitmenschen die Gelegenheit, sich in entspannter Atmosphäre in verschiedenen Bereichen kostenlos weiterzubilden; so z. B. im Umgang mit dem PC und dem Handy sowie die Kenntnisse in Englisch zu vertiefen.

Das Kontaktforum Paderborn bietet als Initiativkreis Paderborner Senioren viele Möglichkeiten in Übereinstimmung mit den christlichen Werten aktiv die Freizeit und die Art und Weise der Zusammenkünfte zu bestimmen.

Weitere Informationen über die Möglichkeiten ehrenamtlichen Engagements beim „Marktplatz“ für Bürger-Engagement im historischen Rathaus. Sprechzeiten: mittwochs 10 bis 12 und 15 bis 17 Uhr, Tel. (05251) 882053

Quelle: „Neue Westfälische“ vom 23.09.2009

Besuch der „Weihnachtsvorlesung der Chemiker“ zum Thema „Chemie (k)eine Zauberei? – erstaunliche Phänomene aus Haushalt und Labor“ im Auditorium Maximum der Universität Paderborn

Die „etwas andere“ Weihnachtsvorlesung der Chemiker zum Thema „Chemie (k)eine Zauberei? – erstaunliche Phänomene aus Haushalt und Labor“ am 10. Dezember 2009 nahm das EULE-Team zum Anlass, der nahegelegenen Universität Paderborn einen Besuch abzustatten.

Zu Beginn der von Prof. Dr. Heinrich Marsmann und Dr. Andreas Hoischen durchgeführten Veranstaltung wurden den 600 Zuschauern im vollbesetzten Auditorium Maximum zunächst einige „Zauberkünststücke“ präsentiert, wobei u. a. ein „Kaninchen aus einem Hut gezaubert“ und Flüssigkeiten „magisch“ gefärbt wurden. Aber auch „Nützliches“ aus Haushalt und Labor, wie die „Glühgurke“ – eine Gewürzgurke, die zum Leuchten gebracht wurde -, eine Glühbirne, die für die Ewigkeit konserviert oder auch ein gekochtes Ei, das in einer Flasche untergebracht werden kann, wurden den Zuschauern vorgeführt und erläutert. Gleichzeitig wurden aber auch einige Gefahrenquellen im Haushalt veranschaulicht. So kann z. B. ein Föhn schnell zu einem „Flammenwerfer“ werden, die Explosion einer Spraydose große Schäden verursachen und auch das falsche Löschen von Fett in einer Bratpfanne blitzschnell die gesamte Kücheneinrichtung in Brand setzen und sie vollständig zerstören.

Den Abschluss dieser informativen, sehr kurzweiligen und unvergesslichen Weihnachtsvorlesung bildete ein etwa dreiminütiges Feuerwerk im und außerhalb des Hörsaals bei der Titelmusik von „Goldfinger“.

Beim EULE-Projekt der Caritas unterrichten Schüler Erwachsene ab 55 Jahren

Kathrin Sinemus (re.) erklärt Gertrud Lippegaus die Speicherung von Dateien.  Foto: Götte

Paderborn.  Die eine Zeitstunde im Computer-Raum des Ludwig-Erhard-Berufskollegs vergeht wie im Flug. Die Schülerinnen hinter dem Bildschirm sind wieder ein Stück schlauer geworden. Sie wissen längst was eine Maus ist. Und wie ein Einladungsschreiben für ihren Verein am PC geschrieben wird, haben sie auch schon drauf. Alle befinden sich im Ruhestand, haben viele Fragen und wollen noch mehr Antworten bekommen. Und die bekommen sie – von jungen Schülerinnen, die ihre Enkeltöchter sein könnten.

Beim EULE-Projekt des Paderborner Caritasverbandes in Kooperation mit den weiterführenden Schulen werden Erwachsene ab 55 Jahren zu Schülern und umgekehrt Schüler zu Lehrern. EULE steht für „Erleben, Unterrichten, Lernen und Experimentieren“. Auf dem Stundenplan stehen neben Computerkursen für Anfänger und Fortgeschrittene auch Englisch, Gedächtnistraining oder auch die Bedienung eines Handys.

In Paderborn unterrichten bis zu den Sommerferien 17 Schülerinnen und Schüler der zwölften Klasse des Wirtschaftsgymnasiums in kleinen Schüler-Lehrer-Teams 22 Senioren. „Wir möchten die Generationen zusammenbringen. Beide Seiten sollen Spaß an der Arbeit haben“, sagt Mathe- und Physikfachlehrer Udo Hoischen. Das Projekt läuft zunächst probeweise, soll jedoch von den nachrückenden Zwölftklässlern im kommenden Schuljahr fortgesetzt werden.

Die Unterrichtsinhalte werden zumeist von den Senioren vorgegeben. Trotz des großen Altersunterschiedes geht es sehr entspannt zu. Die Schüler-Lehrer haben Geduld mit ihren erwachsenen Teilnehmern. Und die wissen bei einem Versprecher der Jugendlichen, dass keine ausgebildeten Pädagogen vor ihnen stehen.

So ist von einer Hemmschwelle schnell keine Rede mehr – im Gegenteil. „Beim gemeinsamen Kaffeetrinken sprechen wir auch über private Dinge. Manchmal wird uns auch das Du angeboten“, erzählt die 17-jährige Christel Aslan aus Dahl. Ihre ein Jahr ältere Mitschülerin Kathrin Sinemus erklärt unterdessen Gertrud Lippegaus das Anlegen eigener Dateien. Die 51-Jährige ist zum zweiten Mal dabei. „Meine Kinder haben mit mir nicht die Geduld“, sagt die Borcherin. Und ohne PC-Kenntnisse gehe heute fast nichts mehr, meint sie. Ihre junge Lehrerin aus Fürstenberg ist ganz angetan von den Teilnehmerinnen. „Sie lernen alle sehr schnell und sind echt fit. Ich hätte gedacht, dass es etwas langsamer gehen würde“, sagt die 18-Jährige. Mit großer Ruhe und einem Lächeln im Gesicht vermittelt sie ihre Kenntnisse.

Im Fortgeschrittenen-Kursus büffeln unterdessen ein paar Vorruheständler „Excel“ am PC. Ursula Schmücker lässt sich gerade etwas von Schüler-Lehrer Stephan Göhrmann erklären. Die 59-Jährige nutzt den Computer bisher nur zum Schreiben und Spielen. „Vom Internet hatte ich gar keine Ahnung. Die kleinen Lerngruppen machen mir hier richtig Spaß“, sagt die frühere Verwaltungsangestellte.

Auch der Caritasverband hat bisher nur positive Erfahrungen gemacht. Seit rund einem Jahr gibt es das bundesweite EULE-Projekt bereits an der Berufskolleg-Außenstelle in Büren. Koordinator Karsten Hentschel begleitet die Tätigkeit der Ehrenamtlichen. Die Idee dazu stammt von Weihbischof Manfred Grothe. Während die Senioren E-Mails an ihre Enkelkinder schreiben können und wissen, was eine Maus ist, lernen die Schüler-Lehrer auch eine Menge Verantwortung. „Ich hatte erst ein bisschen Lampenfieber, aber jetzt fühle ich mich richtig erwachsen“, sagt Vanessa Göke aus Altenbeken. Wenn einer der Mitschüler mal krank werde, müsse beispielsweise ganz schnell ein Ersatz gefunden werden. Und ihre Kollegin Stefanie Born findet es einfach schön, das Wissen an andere Menschen weitergeben zu können. Die 18-jährige Salzkotterin kann sich deshalb gut vorstellen, später Lehrerin zu werden. Wie ihre Mitschülerin auch, bekommt sie am Schuljahresende ein entsprechendes Zertifikat überreicht. „So etwas macht sich bei Bewerbungen immer gut“, sagt Lehrer Udo Hoischen, dem ein vergleichbares Angebot in der Region nicht bekannt ist.

Wenn es nach ihm geht, soll das Projekt noch weitere Kreise ziehen. Er denkt dabei an eine Zusammenarbeit mit Prof. Peter Schneider, der an der Universität das Studium für Ältere anbietet. So könnten die Studenten über die EULE eine wissenschaftliche Arbeit schreiben. Im Gegenzug stellen seine Schüler im Hörsaal das ehrenamtliche Projekt vor.

Quelle: „Der Dom“ vom 16.04.2009; Text: Andreas Götte